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Wenn im Sommer die Temperaturen steigen und das Tageslicht über Stunden tief in offene Wohnräume fällt, stossen viele Materialien an ihre ästhetischen und physischen Grenzen. Genau in diesen Monaten zeigt sich, welche Materialien nicht nur gut aussehen, sondern ihre Eigenschaften auch im Alltag ausspielen.
Gute Architektur beweist sich im Extremen. Wenn im Sommer die Temperaturen steigen und das Tageslicht über Stunden tief in offene Wohnräume fällt, stossen viele Materialien an ihre ästhetischen und physischen Grenzen.
Genau in diesen Monaten zeigt sich, welche Materialien nicht nur gut aussehen, sondern ihre Eigenschaften auch im Alltag ausspielen. Am Beispiel des Leblon Quarzits wird deutlich, wie ein hocheffizientes Material das Raumklima und die Lichtwirkung einer Küche aktiv steuert – und warum Helligkeit und beiger Charme in unseren Breitengraden ohne mediterranen Kitsch auskommen.

Material: Leblon, Quarzit
Steinarbeiten: Real Stein
Küchenexponat: Exceptis Showroom Weinfelden

Wer eine helle Küche plant, landet oft bei Materialien, die eine rustikale oder mediterrane Assoziation wecken (wie Travertin oder bestimmte Kalksteine). Was im Süden funktioniert, bricht in moderner, mitteleuropäischer Architektur oft mit dem Gesamtkonzept. Der Leblon Quarzit schliesst diese Lücke.
Die Farbwirkung: Seine Struktur basiert auf fein nuancierten Greige-, Creme- und Sandtönen. Er verzichtet komplett auf gelbliche Untertöne.
Das Material-Matching: Durch diese neutrale, kühle Eleganz fungiert der Stein als gestalterisches Chamäleon. Er lässt sich ohne Stilbruch mit minimalistischem Sichtbeton, tiefschwarzen Akzenten, brüniertem Metall oder warmen Hölzern kombinieren.
Die Härte: Er liefert die maximale Helligkeit, die im Segment der hochbelastbaren, küchentauglichen Natursteine (Härtegrad vergleichbar mit Granit) technisch überhaupt möglich ist.
Die aktuelle Hitzewelle rückt die physikalischen Eigenschaften von Interior-Materialien in den Fokus. Naturstein besitzt physikalische Eigenschaften, die sich an warmen Tagen unmittelbar bemerkbar machen. Vorausgesetzt, man wählt die richtige Farbe.
Hohe Dichte, spürbare Wirkung: Aufgrund seiner enormen Dichte besitzt Quarzit eine hohe thermische Trägheit. Er nimmt die Wärme der Raumluft nur extrem verlangsamt auf. Beim Hautkontakt entzieht er dem Körper sofort Wärme (hohe Wärmeleitfähigkeit), was zu dem spürbaren, erfrischenden Kühleffekt führt.
Auch die Farbe spielt eine wichtige Rolle: Dunkle Natursteine absorbieren deutlich mehr Sonnenenergie als helle Varianten und erwärmen sich dadurch schneller. Ein heller Quarzit wie Leblon reflektiert einen grösseren Teil der Sonneneinstrahlung. Gerade in Küchen mit grossen Fensterflächen bleibt die Oberfläche dadurch länger angenehm.
Im Sommer verändert sich der Einfallswinkel des Lichts. Sonnenstrahlen treffen flacher und intensiver auf die Küchenflächen. Künstliche Materialien wirken unter diesem extremen Lichteinfall oft flach, steril oder zeigen störende Spiegelungen.
Leblon nutzt das Licht als Designwerkzeug: Seine natürliche Textur bricht die Sonnenstrahlen. Je nach Sonnenstand und Farbtemperatur des Tageslichts changiert die Oberfläche zwischen einem kühlen Kreideweiss, sanftem Sandstein und einem dezenten Silberschimmer. Die Küche lebt mit dem Tagesverlauf, ohne optische Unruhe zu erzeugen.

Grosse, lichtdurchflutete Räume neigen dazu, visuell zu zerfleddern, wenn zu viele unterschiedliche Materialien aufeinandertreffen. Das gezeigte Projekt setzt daher auf ein monolithisches Konzept.
Der Leblon Quarzit wird nicht nur als klassische Arbeitsplatte eingesetzt, sondern zieht sich konsequent als verbindendes Element durch den Raum: von der freistehenden Kücheninsel über die fugenlose Rückwand bis hin zur Verkleidung des tragenden Pfeilers. Diese stringente Materialisierung beruhigt den Raum architektonisch. Der Stein konkurriert nicht mit der Umgebung, er strukturiert sie.
Sommerliches Interior Design bedeutet nicht, Trends zu folgen, sondern Materialien zu wählen, die mit Licht und Temperatur intelligent interagieren. Während temporäre Accessoires und Dekorationen mit den Jahreszeiten wechseln, bleibt die steinerne Architektur das beständige Fundament. Im Sommer genauso wie an jedem anderen Tag des Jahres.